Die möglicherweise frühesten Hinweise auf Fleischverzehr der Menschen sind 3,3 Millionen Jahre alte, als Schnittspuren gedeutete Einkerbungen an Wildtierknochen dies belegten. Erst durch Homo habilis, mit dessen rund zwei Millionen Jahre alten Fossilien Steinwerkzeuge und als gesichert geltende Schnittspuren an Knochen gefunden wurden. Dem wird heute zugeschrieben, dass er in etwas größerem Maße als die Individuen früherer Arten der Homo habinis das Fleisch großer Wirbeltiere verzehrt hat.

Wurst wird seit der Antike gegessen. Erste schriftliche Hinweise belegen, dass bereits um 589 v. Chr. in China Wildschweine zu Fleisch und gewisse Fleischteile der Schwarten, Innereien und Kopffleisch zu Wurst verarbeitet wurden. Auch in Europa kennen bereits die Griechen und Römer die Domestizierung der Schweine und Schafe in Gitterhaltung um die Bevölkerung und Soldaten mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen und die Herstellung von Wurst.

Von dort beginnt der Siegeszug der Wurst über ganz Europa. Bis hin zum Murgtal im Schwarzwald, wo die Bauern ihre Schweine bei einer sogenannten Hausschlachtung, meistens im Herbst nach dem Erntedankfest für die Versorgung der Bauern und Waldarbeiter über die strengen Wintermonate geschlachtet und haltbar gemacht wurden.

Aus der Wertschätzung des Tieres heraus wurde immer das ganze Schwein verarbeitet. So wie in der Feinkostmetzgerei Koch, wo die Wurst heute durch die Verwendung von bestem Fleisch vom ganzen Schwein und Rind mit  Naturgewürzen und fachlichem Können, die absolute geschmackliche Vollendung erfährt.

Wir schlachten kein Tier, nur um an magere Schnitzel, Filet und Steaks zu kommen. Wir tragen dafür die Verantwortung, aus Achtung der Tiere alles wertvolle und essbare zu feinen hausmacher Spezialitäten zu verarbeiten, eben so wie früher bei einer Hausschlachtung.